„Erzählen über Katastrophen“ – zu diesem Thema tagte die Kommission für Erzählforschung in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde im Herbst 2014. Gemäß der interdisziplinären Ausrichtung der Kommission vereint der Band Beiträge aus der Europäischen Ethnologie, der Deutschen Philologie und der Psychotherapiewissenschaft.

Allen Aufsätzen ist gemeinsam, dass sie das Erzählen als ein menschliches Grundbedürfnis in den Vordergrund rücken, das der Erklärung, Sinnfindung und Orientierung in der Welt genauso wie der persönlichen Entlastung dient. Im Fall einer Katastrophe ist dieses von besonderer Bedeutung, denn durch das Erzählen werden belastende Erlebnisse in Sachzusammenhänge eingeordnet und verlieren somit den Stachel der Bedrohlichkeit. Es hat sich gezeigt, dass eine intensive Auseinandersetzung mit traumatischen Geschehen dringend notwendig ist.

Pressestimmen

Die Gesamtproblematik des Erzählens über Katastrophen wird mit diesem Band durch viele bemerkenswerte Aspekte deutlich bereichert […]
Helge Gerndt in: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 2017

Der vorliegende Tagungsband zeigt mit seinem breiten Spektrum an Zugängen, dass die Katastrophenforschung für die beteiligten Disziplinen ein wichtiges Thema ist und dass sie umgekehrt wertvolle Inhalte und Sichtweisen einbringen können. [...] Bis zu einer [...] Folgetagung seien die Beiträge der Kommissionstagung zur Lektüre unbedingt empfohlen.
Helmut Groschwitz, in: Fabula 3–4/2018, S. 353.

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