S. 3–30
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Der Nationale Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung von 2017 fordert den „Aufbau von Bildungslandschaften mit BNE-Fokus“ (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung, 2017, S. 92). Ziel dieser bildungspolitischen Strategie ist es, allen Menschen Bildung für nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Vereinfacht ausgedrückt ist es das Ziel, die Quantität der BNE-Bildungsangebote für alle Altersgruppen im kommunalen Raum zu erhöhen. Auch wenn mittlerweile ein erster heuristisch-theoretischer Entwurf vorliegt, der Auskunft darüber gibt, welche Aspekte eine „Bildungslandschaft mit BNE-Fokus“ kennzeichnen (vgl. Eulenberger, 2024), ist die Frage, in welchen Verhältnissen und Interdependenzen diese zueinanderstehen, empirisch völlig offen. Der vorliegende Beitrag versucht anhand von Daten des BNE-Kompetenzzentrums und mit Hilfe eines Pfadmodells erste Schritte zur empirischen Aufklärung dieses Feldes zu leisten. Die statistische Schätzung des Pfadmodells der Regelungsstruktur zur Generierung von BNE-Bildungsangeboten in kommunalen Bildungslandschaften ergab zum einen, dass alle theoretisch postulierten Modellaspekte hinsichtlich der Regelungsstruktur Relevanz besitzen. Zum anderen zeigte sich, dass der Netzwerkaspekt der zentrale Mediator hinsichtlich der Generierung von BNE-Bildungsangeboten zu sein scheint. Dies spricht dafür, zukünftig bei der Bearbeitung der verschiedenen Aspekte kommunaler Bildungslandschaften mit BNE-Fokus die jeweiligen Funktion der Strukturelemente für die Netzwerkarbeit stärker zu berücksichtigen.
Schlagworte
kommunale Bildungslandschaft, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Nachhaltigkeit, kommunales Bildungsmanagement, Pfadmodell
APA-Zitation
Eulenberger J. (2026). Was beeinflusst die Generierung von BNE-Bildungsangeboten in kommunalen Bildungslandschaften?. Journal for Educational Research Online (JERO), 18(1), 3-30. https://www.waxmann.com/artikelART106720