S. 27–46

Effekte von Textentlastung auf die Textverständlichkeit von Schulbuchtexten

Kurzlink : https://www.waxmann.com/artikelART106473
.doi: https://doi.org/10.31244/jero.2025.01.02

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Abstract

Wissensvermittlung basiert im deutschen Schulsystem oftmals auf Schriftsprache. Daher sind Sachtexte in Schulbüchern nach wie vor ein zentrales Medium zur Wissensvermittlung im Fachunterricht an (Grund-)Schulen. Oftmals übersteigt die Komplexität dieser Schulbuchtexte jedoch die Lesekompetenz der Lernenden, speziell derer mit gering ausgeprägter Lesekompetenz. Folglich führen Defizite im Lesevermögen potentiell zu Schwierigkeiten im Lernprozess. Eine Möglichkeit das Textverständnis in solchen Fällen zu unterstützen, ist die sprachliche Entlastung der Texte. Seit einigen Jahren wird in diesem Zusammenhang das Konzept Leichte Sprache als Möglichkeit zur Unterstützung von schwachen Leser:innen diskutiert. Für den vorliegenden Beitrag wurden daher empirisch fundierte Regeln Leichter Sprache zur Entlastung von Schulbuchtexten eingesetzt. Es wurde untersucht, wie sich diese Vereinfachung auf das Textverständnis von 436 Schüler:innen der dritten bis sechsten Jahrgangsstufe auswirkt. In den Ergebnissen zeigt sich, dass die nach empirisch fundierten Regeln Leichter Sprache entlasteten Schulbuchtexte von den Schüler:innen der Stichprobe signifikant besser verstanden wurden als die Originaltexte und dieser Entlastungseffekt in allen Jahrgangsstufen ähnlich stark ausfiel. Erwartungswidrig konnten keine differentiellen Effekte für unterschiedliche Lesekompetenzniveaus der Schüler:innen gefunden werden.

Schlagworte
Grundschule, Schulbuchtexte, Textverständnis

APA-Zitation
Bormann, S., Reggentin, R. & Böhme K. (2025). Einfache Sprache = einfache Texte?: Effekte von Textentlastung auf die Textverständlichkeit von Schulbuchtexten. Journal for Educational Research Online (JERO), 17(1), 27-46. https://doi.org/10.31244/jero.2025.01.02

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