S. 201–217

Reflexionsprobleme zwischen wissenschaftlichen Problemkonstruktionen und politischen Lösungsroutinen

Kurzlink : https://www.waxmann.com/artikelART105484
.doi: https://doi.org/10.31244/dds.2023.03.03

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Abstract

Der Beitrag befasst sich mit der Frage, in welcher Form Bildungsungleichheit einen Gegenstand für die Schulentwicklungsforschung (SEF) darstellt, und fokussiert hierbei die Theorieannahmen ihrer Problembeschreibungen. Ausgehend von einer eigenen Systematisierung soziologischer Erklärungsschemata zur Genese von Bildungsungleichheit –
dem „gruppistischen“, dem „phylogenetischen“ und dem „operativen“ Schema – wird die Übernahme dieser Schemata in die Problemkonstruktion der SEF kritisch diskutiert. Problematisiert wird hierbei, dass die Fokussierung auf „gruppistisch-phylogenetische“ Erklärungen dazu führt, schulexterne, durch Schulentwicklung nicht beeinflussbare
distale Ursachen von Bildungsungleichheit zu betonen, während proximale „operative“ Schulfaktoren (Differenzierungs- und Organisationshandeln), die durch Schulentwicklung und entsprechende bildungspolitische Programme erreichbar wären, paradoxerweise nicht bzw. kaum systematisch zum Ausgangspunkt für Analyse und Programmatik gemacht
werden.

Schlagworte
Bildung, Ungleichheit, Schulentwicklung, Forschung, Schule, Effektivität, Gesellschaftstheorie, Wissenschaftssoziologie

APA-Zitation
Emmerich M. (2023). Die Bildungsungleichheit der Schulentwicklungsforschung: Reflexionsprobleme zwischen wissenschaftlichen Problemkonstruktionen und politischen Lösungsroutinen. DDS – Die Deutsche Schule, 115(3), 201-217. https://doi.org/10.31244/dds.2023.03.03

DDS – Die Deutsche Schule