S. 220–227
Kurzlink
: https://www.waxmann.com/artikelART106795
.doi: https://doi.org/10.31244/dds.2026.03.05
Abstract
Der Beitrag geht der Frage nach, wie Aufgaben- und Prüfungsformate unter den Bedingungen von Digitalität und Künstlicher Intelligenz (KI) neu zu bestimmen sind. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass KI schulische Lernprozesse bereits prägt, während Prüfungen vielfach an tradierten Formaten festhalten. Dadurch entsteht eine strukturelle Spannung zwischen veränderten Formen des Lernens und fortbestehenden Logiken der Leistungsbewertung. Diese Spannung ist auch eine Frage der Bildungsgerechtigkeit: Alternative Aufgaben- und Prüfungsformate können dazu beitragen, KI-Kompetenzen, kritisches Denken, Reflexion und fachliche Basiskompetenzen systematisch miteinander zu verbinden. Sie eröffnen Möglichkeiten, Lernprozesse, Begründungen und unterschiedliche Formen von Leistung sichtbar zu machen. Damit dies insbesondere an Schulen in herausfordernder Lage wirksam werden kann, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, Ressourcen und eine systematische Professionalisierung von Lehrkräften.
Schlagworte
Prüfungsleistung, Prüfungsaufgabe, Künstliche Intelligenz, Aufgabendidaktik, Bildungschancengleichheit
APA-Zitation
Terfloth A. (2026). Alternative Aufgaben- und Prüfungsformate mit KI als Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. DDS – Die Deutsche Schule, 118(3), 220-227. https://doi.org/10.31244/dds.2026.03.05