Kognitive Aktivierung hat sich zu einem zentralen Konstrukt der deutschsprachigen Unterrichtsqualitätsforschung entwickelt. Zeitgleich zeigt die existierende Literatur eine große Heterogenität im Verständnis und in der empirischen Erfassung. Dieser Band bietet eine umfassende Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes zur kognitiven Aktivierung sowie deren unterrichtspraktischer Umsetzung und erörtert mögliche Weiterentwicklungen des Konstrukts. Mit Beiträgen aus Erziehungswissenschaft, Psychologie und Fachdidaktiken liefert das Buch einen multidisziplinären und multimethodischen Blick auf das Thema. Es richtet sich an Forschende aus verschiedenen Disziplinen sowie an Lehrkräfte und Entscheidungsträger*innen im Bildungsbereich, die an einer Weiterentwicklung kognitiver Aktivierung sowie deren unterrichtspraktischer Umsetzung interessiert sind.

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Pressestimmen

Wer sich [...] einen umfangreichen Überblick verschaffen will über die Genese, Konzeptionalisierungen, über die theoretischen und empirischen Befundlagen und Möglichkeiten eines solchen Blicks auf das Lehren und Lernen, profitiert von der Lektüre (und das gilt nicht nur für Mitglieder der scientific community, die dazu forscht, sondern auch als an Theorie und Empirie des Lehrens und Lernens interessierte und darüber informierte Ausbildende von Lehrkräften).
Bernhard Seelhorst, in: Seminar, 4/2025, S.107 f.

Die Herausgeber:innen und Autor:innen dieses Sammelbandes haben sich [...] der eingangs formulierten «Mammutaufgabe» gestellt, die Begriffsgeschichte eines offensichtlich herausfordernden Konstrukts nachzuzeichnen, Forschungslücken zu benennen und Lösungsvorschläge anzubieten. Dieses Anliegen wird vollständig eingelöst. Die dargelegten Herausforderungen und Forschungslücken sind immer wieder auch erstaunlich [...]. Interessanterweise folgern die Autor:innen und die Herausgeber:innen nach immerhin zwei Dekaden des Ringens um Problemlösung daraus nicht die Abkehr von der Forschung zur kognitiven Aktivierung, sondern sie bieten konstruktiv-unterstützend Mittel und Wege an, um einer solchen Problemlösung in den nächsten Dekaden näher zu kommen. Bildungswissenschaftler:innen sind deshalb unbedingt dazu eingeladen, sich an diesem Forschungsprogramm zu be-teiligen. Der Sammelband liefert dazu viele hilfreiche Anknüpfungspunkte und somit sicher auch die nötige kognitive Aktivierung.
Armin Jentsch, in: Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung, 44 (1), 2026, S. 145-147.