Thorsten Dresing, Uwe Krähnke, Jan Ulrich Hense, Thorsten Pehl
Pseudo- und Anonymisierung reichen nicht!S. 394–407
Methodische, ethische und datenschutzrechtliche Herausforderungen bei der KI-gestützten Verarbeitung personenbezogener qualitativer Daten
Kurzlink
: https://www.waxmann.com/artikelART106756
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.2026.02.10
Abstract
Die Nutzung generativer Künstlicher Intelligenz (KI) für die qualitative Datenanalyse wird in Forschung und Evaluation breit diskutiert. Datenschutzrechtliche und ethische Fragen zum Schutz von Beteiligten und Betroffenen erhalten dabei besondere Aufmerksamkeit. Der Beitrag zeigt, dass herkömmliche Techniken qualitativer Datenmaskierung – die Pseudonymisierung und die Anonymisierung – unter heutigen technologischen und rechtlichen Bedingungen an Grenzen stoßen. Mittels KI lassen sich selbst nach Entfernen offensichtlicher personengebundener Merkmale aus Datenquellen, Ergebnisdarstellungen oder Berichten Personen des untersuchten Feldes identifizieren. Wir argumentieren, dass gängige Maskierungspraktiken in Bezug auf personengebundene Informationen ethisch und datenschutzrechtlich unzureichend sind, sobald Daten an externe KI-Dienstleister gehen, und schlagen praktikable Optionen für einen angemessenen Umgang vor.
Schlagworte
Datenschutz, Anonymisierung, Pseudonymisierung, Forschungsethik, Künstliche Intelligenz
APA-Zitation
Dresing, T., Krähnke, U., Hense, J. & Pehl T. (2026). Pseudo- und Anonymisierung reichen nicht!: Methodische, ethische und datenschutzrechtliche Herausforderungen bei der KI-gestützten Verarbeitung personenbezogener qualitativer Daten. Zeitschrift für Evaluation, 25(2), 394-407. https://doi.org/10.31244/zfe.2026.02.10