S. 337–360
Evaluation zwischen Anspruch und Realität
Kurzlink
: https://www.waxmann.com/artikelART106754
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.2026.02.08
Abstract
Dieser Artikel untersucht die Professionalisierung der Evaluation im Kontext zunehmender globaler Komplexität und abnehmender institutioneller Unterstützung. Obwohl von Evaluation erwartet wird, dass sie die Politikgestaltung beeinflusst und Lernprozesse fördert, sind ihre professionellen Grundlagen nach wie vor fragmentiert. Es bestehen Lücken in der Ausbildung, eine geringe öffentliche Anerkennung und ein begrenzter Einfluss von Evaluationsgesellschaften. Ausgehend von aktuellen Entwicklungen im Feld hebt der Artikel einen Wandel der erforderlichen Evaluationskompetenzen hervor: von technischer Expertise hin zu Moderation, systemischem Denken, ethischem Bewusstsein und kultureller Sensibilität. Er argumentiert, dass traditionelle Professionalisierungsmodelle nicht ausreichen, um den heutigen Herausforderungen zu begegnen. Stattdessen muss Professionalisierung von Evaluation neu gedacht werden: wissenschaftsbasiert, werteorientiert und auf das Gemeinwohl ausgerichtet. Der Artikel fordert eine stärkere Abstimmung zwischen Ausbildung und Kompetenzen, eine verbesserte Kommunikation des Wertes von Evaluation und ein stärkeres Engagement der Evaluator:innen bei der Gestaltung ihrer Profession.
Schlagworte
Professionalisierung der Evaluation, Entwicklung von Evaluationskapazitäten, evaluatives Denken, transformative Evaluation
APA-Zitation
Krapp S. (2026). Professionalization for What?: Evaluation Between Aspiration and Reality. Zeitschrift für Evaluation, 25(2), 337-360. https://doi.org/10.31244/zfe.2026.02.08