S. 286–311
Eine quantitative Analyse der Evaluationsmerkmale in der deutschen Umwelt- und Verkehrspolitik
Kurzlink
: https://www.waxmann.com/artikelART106752
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.2026.02.06
Abstract
Evaluationen stellen einen zentralen Bestandteil evidenzbasierter Politikgestaltung dar. Ihre institutionelle Verankerung und konkrete Ausgestaltung variieren jedoch stark zwischen Politikfeldern. Die vorliegende Studie leistet einen Beitrag zum Diskurs über die Institutionalisierung von Evaluation, indem sie die Evaluationspraxis in der deutschen Umwelt- und Verkehrspolitik quantitativ-vergleichend untersucht. Die Analyse feldspezifischer Evaluationspraxis erfolgt anhand von elf Strukturmerkmalen. Die Ergebnisse der Untersuchung legen nahe, dass die Umweltpolitik bislang einer stärkeren und systematischeren Evaluierung unterliegt als die Verkehrspolitik. Es lassen sich signifikante Unterschiede insbesondere hinsichtlich des Betrachtungszeitraums, des Evaluierungszeitraums, der räumlichen Ebene, des Evaluationsgegenstandes, der Evaluationsreichweite und der Akteursorientierung feststellen. Diese Merkmale können als Indikatoren für unterschiedliche institutionelle Routinen und normativ-funktionale Erwartungen an Evaluation interpretiert werden und weisen auf unterschiedliche Grade und Formen der Institutionalisierung von Evaluation in den beiden Politikfeldern hin. Die Studie leistet ferner einen Beitrag zur theoretischen und empirischen Fundierung des politikfeldspezifischen Institutionalisierungsdiskurses von Evaluation.
Schlagworte
Umweltpolitik, Verkehrspolitik, Evaluationspraxis, Evaluationsmerkmale
APA-Zitation
Fentroß, T. & Barton M. (2026). Evaluationspraxis im Politikfeldvergleich: Eine quantitative Analyse der Evaluationsmerkmale in der deutschen Umwelt- und Verkehrspolitik. Zeitschrift für Evaluation, 25(2), 286-311. https://doi.org/10.31244/zfe.2026.02.06
Bonusmaterial
ZfE-42-06_Appendix.pdf