S. 236–258
Eine Fallstudie über die Verwendung von Evaluierungen bei IOM in Ostafrika und dem Horn von Afrika
Kurzlink
: https://www.waxmann.com/artikelART106750
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.2026.02.04
Abstract
Dieser Artikel untersucht die Verwendung von Evaluationen innerhalb der Internationalen Organisation für Migration in Ostafrika und am Horn von Afrika und identifiziert Faktoren, die ihre Nutzung fördern könnten. Eine deskriptiv-explorative Fallstudie analysierte die Zusammenarbeit der Stakeholder, die Evaluationsprozesse und -methoden sowie organisatorische und lokale Kontexte als Einflussfaktoren für die Verwendung von Evaluationen. Die Ergebnisse zeigen, dass Evaluationen überwiegend legitimatorisch und symbolisch genutzt werden und vor allem der Rechenschaftslegung gegenüber Geldgebern dienen, während lokale Stakeholder nur begrenzt eingebunden werden. Gleichzeitig deutet eine aufkommende Lernkultur auf eine zunehmend instrumentelle und konzeptionelle Nutzung der Ergebnisse in der Programmplanung und -gestaltung sowie im internen Lernen hin. Die Stärkung der Nutzung von Evaluationen erfordert eine stärkere Institutionalisierung durch politische Reformen, die insbesondere folgende Aspekte berücksichtigen: technische und finanzielle Ressourcen zur Qualitätsentwicklung, wirksame Wissensmanagementsysteme, die Einbindung relevanter Stakeholder sowie Rechenschaft gegenüber den betroffenen Bevölkerungsgruppen. Diese Verbesserungen würden eine Evaluationskultur fördern, die Verantwortlichkeit und organisationales Lernen in Einklang bringt.
Schlagworte
Evaluationsnutzung, Typologien der Evaluationsnutzung, UN-Evaluationen, Stakeholder-Einbindung, Ostafrika
APA-Zitation
Mäkelä, N. & Smith L. (2026). Evaluations in Action: A Case Study on Evaluation Use at the IOM in the East and Horn of Africa. Zeitschrift für Evaluation, 25(2), 236-258. https://doi.org/10.31244/zfe.2026.02.04