S. 275–306
Ein Beitrag der Evaluationsforschung zur Bilanz eines Instruments privatwirtschaftlich orientierter Stadtentwicklungspolitik
Kurzlink
: https://www.waxmann.com/artikelART105500
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.2023.02.05
Abstract
Evaluationen haben in der Stadtentwicklungspolitik zwar eine gewisse Tradition. Evaluationen innovativer Instrumente, die vor allem auf der Initiative privater Akteur:innen vor Ort basieren, sind jedoch selten. Seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten werden in Deutschland Erfahrungen mit dem aus Nordamerika übertragenen Instrument der Business-Improvement Districts (BID) gesammelt. Ziel des Artikels ist ein Beitrag der Evaluationsforschung zur Diskussion dieses Instruments. Die vergleichende Evaluation von zwei BIDs aus Hessen (Gießen und Offenbach) zeigt, dass dieses Instrument sehr voraussetzungsvoll ist. Es bedarf eines ausreichend großen engagierten Akteurskreises aus Einzelhändler:innen und Grundstückseigentümer:innen, der dann mit Hilfe dieses Instruments stabilisiert und erweitert werden kann. Für Innenstädte mit besonders großen Problemlagen erscheint dieses Instrument dagegen weniger geeignet. Erforderlich ist daher die Ergänzung durch konventionelle Instrumente staatlicher Stadtentwicklungspolitik. Diese differenzierte Bilanz des Instruments steht auch exemplarisch für die Grenzen einer auf private Aktivitäten ausgerichteten Stadtentwicklungspolitik.
Schlagworte
Business-Improvement Districts, Innenstadtentwicklung, Privatisierung, Hessen
APA-Zitation
Bender, L. & Diller C. (2023). Business-Improvement Districts: Ein Beitrag der Evaluationsforschung zur Bilanz eines Instruments privatwirtschaftlich orientierter Stadtentwicklungspolitik. Zeitschrift für Evaluation, 22(2), 275-306. https://doi.org/10.31244/zfe.2023.02.05