S. 29–45
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In diesem Artikel wird die Spannung zwischen methodologischem Nationalismus und Transnationalisierung in der Bildungsforschung untersucht, wobei der Schwerpunkt auf Schulkulturen liegt. Anhand von zwei empirischen Studien, die in Deutschland und den USA durchgeführt wurden, wird analysiert, wie Transnationalisierung die Schulpraxis als Arena von Privilegien und Benachteiligungen prägt. Im ersten Teil wird rekonstruiert, wie Internationalisierung und Interkulturalität zu symbolischen Ordnungen der Unterscheidung oder Ausgrenzung innerhalb von Schulen werden. Dies wird anhand kontrastierender Fälle eines Gymnasiums und einer Gesamtschule illustriert. Der zweite Teil diskutiert methodologische Vorgehensweisen, die für einen Vergleich über nationale Grenzen hinweg erforderlich sind. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Übersetzung, fachspezifischen Kategorien und dem tertium comparationis. Abschließend werden in einer metatheoretischen Reflexion Fragen der Positionalität, epistemischer Ungerechtigkeit und postkolonialer Kritik beleuchtet. Der Beitrag fördert qualitative, vergleichende Ansätze, indem er Transnationalisierung als produktive Perspektive für die Forschung konzeptualisiert.
Schlagworte
Transnationalisierung, Metholodologischer Nationalismus, vergleichende Bildungsforschung, Soziale Ungleichheit, Inklusion und Exklusion, epistemische Ungerechtigkeit, qualitative Vergleichsforschung
APA-Zitation
Hummrich M. (2026). Transnationalisierung und Vergleich: Methodologische Herausforderungen der erziehungswissenschaftlichen Analyse von Teilhabe. Tertium Comparationis, 32(1), 29-45. https://www.waxmann.com/artikelART106724