S. 69–90
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Dieser Beitrag thematisiert die Rolle von Wissen bei der Gestaltung von „Partnerschaften auf Augenhöhe“ in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Es wird eine qualitative Studie der Zusammenarbeit der deutschen politischen Stiftungen und ihrer lokalen Partner in der externen Demokratieförderung in Tansania vorgestellt. Basierend auf der theoretischen Annahme, dass Wissen Macht bedeutet, wurde mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse von Interviews die Rollenverteilung auf Grundlage des wahrgenommenen Zugangs, der Verfügbarkeit und der Qualität von Wissen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Stiftungen zwar das Wissen der lokalen Partner für eine kontextsensitive Demokratieförderung schätzen, sie die lokalen Partner aber zugleich oft auch nur als Durchführende gemeinsamer Projekte oder sogar als nur Zielgruppen betrachten. Umgekehrt bestätigen die lokalen Partner, von den Stiftungen etwas über Demokratie zu lernen, aber auch dass die Stiftungen ihren lokalen Einfluss anerkannten. Die Studie hebt zudem die vermittelnde Rolle der tansanischen Mitarbeiter der Stiftungen hervor. Die Ergebnisse werden dann im Hinblick auf ihre Implikationen für eine gleichberechtigtere EZ-Kooperationspraxis einerseits und Nord-Süd-Forschung andererseits reflektiert.
Schlagworte
Entwicklungszusammenarbeit, externe Demokratieförderung, deutsche politischeStiftungen, Tansania, Wissenshierarchien
APA-Zitation
Ohlig L. (2025). The power of knowledge in development cooperation: Allowing or limiting equal partnerships? German democracy promotion in Tanzania. Tertium Comparationis, 31(1), 69-90. https://www.waxmann.com/artikelART106230