S. 206–233

Kurzlink : https://www.waxmann.com/artikelART106583
.doi: https://doi.org/10.31244/tc.2025.02.05

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Abstract

Erziehung, Bildung und Wissenschaft stehen überall auf der Welt im Fadenkreuz nationaler Diskussionen und in einem Geflecht von nationalen und internationalen Akteuren, Entwicklungen und Abhängigkeiten. Dieses Geflecht ist gekennzeichnet von dem Ringen um Macht und Ressourcen gemäß den unterschiedlichen Prinzipien von Staat, Markt und Zivilgesellschaft. Der Terminus Internationale Organisation im Titel dieses Beitrags wird als Oberbegriff verwendet und im Folgenden mit Blick auf Organisationen, die sich im und außerhalb des UN-Systems mit Bildung befassen, ausdifferenziert und konkretisiert. Internationale Organisationen sind konstitutiver Bestandteil der internationalen Bildungspolitik; dieser Gegenstandsbereich wird – im Unterschied zum praktischen pädagogischen Handeln und zur bildungswissenschaftlichen Forschung – als das ‚Reden über Erziehung und Bildung‘ über nationale Grenzen hinweg, in Gestalt von Empfehlungen, Konsultationen, Veröffentlichungen und Konferenzen und mit dem Willen der politischen Gestaltung aufgefasst. Der Aufsatz versteht sich als Aufforderung dazu, die Beschäftigung mit bildungspolitisch aktiven internationalen Organisationen als eine durchgängige Aufgabe bildungswissenschaftlicher Beobachtung jenseits tagesaktueller Themen aufzufassen und legt sein besonderes Augenmerk auf das längerfristige Wirken der skizzierten internationalen Organisationen.

Schlagworte
Internationale Organisationen, internationale Bildungspolitik, Vereinte Nationen, UNESCO, OECD, Weltbank, Transnationale Organisationen, Internationale Zivilgesellschaft

APA-Zitation
Adick C. (2025). Internationale Organisationen im Bildungsbereich: von der UNESCO zu den ‚Big Five‘ in der internationalen Bildungspolitik. Tertium Comparationis, 31(2), 206-233. https://doi.org/10.31244/tc.2025.02.05

Tertium Comparationis