Jürgen Budde, Ilona Ebbers, Florian Cristóbal Klenk, Julia Perlinger, Lina Wunderlich, Anke Wischmann
Figurationen der Zugehörigkeit in der deutsch-dänischen BildungslandschaftS. 10–28
Kurzlink : https://www.waxmann.com/artikelART106723
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Der Beitrag untersucht aus international vergleichender Perspektive die schulischen Zugehörigkeitsordnungen in der deutsch-dänischen Grenzregion, insbesondere mit Blick auf die dänische Minderheit und die deutsche Minderheit. Die Zugehörigkeit zu einer dieser Minderheiten basiert in der Region auf dem Prinzip der Bekenntnisfreiheit. Dieses Prinzip ermöglicht eine individuelle Selbstzuordnung zu einer der beiden Minderheiten, die über die autochthone Gruppe hinausgeht und unabhängig von der deutschen oder dänischen Staatsbürgerschaft ist. Anhand einer rekonstruktiven, explorativen Fallstudie an zwei Minderheitenschulen in der Region Nord-/Südschleswig wurden basierend auf leitfadengestützten Interviews, teilnehmenden Beobachtungen sowie Dokumentenanalysen Fragen nach den Praktiken von Zugehörigkeit – Doing Zugehörigkeit – erforscht. Die Rekonstruktion zeigt, dass die Zugehörigkeit zu einer Minderheit in den Schulen nicht als formale Mitgliedschaft, sondern als eine aktive Leistung figuriert wird, die über den Unterricht hinausgehend durch eine Orientierung am dänischen System sowie sprachlich-kulturelles Engagement von allen Beteiligten aktiv ausgehandelt wird.
Schlagworte
Minderheitenschule, Grenzland, Zugehörigkeit, Figuration, qualitative Bildungsforschung
APA-Zitation
Budde, J., Ebbers, I., Klenk, F., Perlinger, J., Wunderlich, L. & Wischmann A. (2026). Figurationen der Zugehörigkeit in der deutsch-dänischen Bildungslandschaft . Tertium Comparationis, 32(1), 10-28. https://www.waxmann.com/artikelART106723