Leon Lohrmann
Häuser des Jugendrechts
2026, Kriminologie und Kriminalsoziologie, Band 26, 280 Seiten, broschiert, 34,90 €, ISBN 978-3-8188-0131-1
Häuser des Jugendrechts haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten als fester Bestandteil der jugendstrafrechtlichen Praxis etabliert. Angefangen als Modellprojekt im Jahr 1999 in Stuttgart Bad Cannstatt, hat die Idee der räumlichen Zusammenlegung von Jugendhilfe im Strafverfahren, Polizei und Jugendstaatsanwaltschaft in den meisten Bundesländern großen Anklang gefunden. Bis heute ist ihr Ausbau eine beliebte Maßnahme der Kriminalpolitik.
Gestützt auf eine Dokumentenanalyse und durchgeführte Expert:inneninterviews war Ziel dieser Arbeit zu erklären, wie diese Idee in Deutschland entstanden ist und bislang umgesetzt wurde, sowie die mittlerweile in der Praxis existierenden Ansätze aus kriminologischer Perspektive kritisch zu hinterfragen. Schwerpunkt war dabei die rechtliche Überprüfung der gemeinsamen räumlichen Unterbringung, insbesondere mit Blick auf die einzelfallbezogenen Konferenzen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf einem Vergleich zwischen den virtuellen Häusern des Jugendrechts und den realen Einrichtungen.



