Zweitsprachaneignung als Ko-Konstruktion
Mrz 2026

Göntje Erichsen

Zweitsprachaneignung als Ko-Konstruktion

Zur Rekonstruktion von Zweitsprachaneignungsprozessen in Peer-Interaktion unter Berücksichtigung ihrer schulischen Situiertheit

2026, Beiträge zur Soziokulturellen Theorie der Sprachaneignung, Band 4, 450 Seiten, broschiert, 54,90 €, ISBN 978-3-8188-0130-4

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Im Zuge globaler Migrationsbewegungen wandern seit langem auch Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter nach Deutschland ein. Diese Arbeit nimmt unterschiedliche Ebenen der Beschulung dieser migrierten Schüler*innen in den Blick und setzt diese miteinander in Beziehung. Kern des Interesses sind Praktiken, die Schüler*innen bei der gemeinsamen Aufgabenbearbeitung vollziehen, auf welche multimodalen Ressourcen sie dabei zurückgreifen und inwiefern in den Interaktionen Zweitsprachaneignungsprozesse sichtbar werden. Zweitsprachaneignung wird dabei als situierter, relationaler und ko-konstruierter Prozess zunehmender Partizipation an zielsprachlichen Praktiken verstanden, sodass die untersuchten Peer-Interaktionen nicht als isolierte, idealtypische Phänomene betrachtet werden, sondern in ihrer unterrichtlichen und schulischen Situiertheit in den Blick genommen werden – aus einer emischen und holistischen Perspektive.