Göntje Erichsen
Zweitsprachaneignung als Ko-Konstruktion
Zur Rekonstruktion von Zweitsprachaneignungsprozessen in Peer-Interaktion unter Berücksichtigung ihrer schulischen Situiertheit
2026,
Beiträge zur Soziokulturellen Theorie der Sprachaneignung,
Band 4,
414 Seiten,
broschiert,
54,90 €,
ISBN 978-3-8188-0130-4
.doi: https://doi.org/10.31244/9783818851309
Im Zuge globaler Migrationsbewegungen wandern seit langem auch Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter nach Deutschland ein. Diese Arbeit nimmt unterschiedliche Ebenen der Beschulung dieser migrierten Schüler*innen in den Blick und setzt sie miteinander in Beziehung. Kern des Interesses sind Praktiken, die Schüler*innen bei der gemeinsamen Aufgabenbearbeitung vollziehen. Es wird untersucht, auf welche multimodalen Ressourcen die Schüler*innen bei der Aufgabenbearbeitung zurückgreifen und inwiefern in den dabei stattfindenden Interaktionen Zweitsprachaneignungsprozesse sichtbar werden. Zweitsprachaneignung wird dabei als situierter, relationaler und ko-konstruierter Prozess zunehmender Partizipation an zielsprachlichen Praktiken verstanden, sodass die untersuchten Peer-Interaktionen nicht als isolierte, idealtypische Phänomene betrachtet werden, sondern in ihrer unterrichtlichen und schulischen Situiertheit in den Blick genommen werden – aus einer emischen und holistischen Perspektive.


