Andrea Daase,
Anna Mattfeldt
(Hrsg.)
Mehrsprachigkeit im Widerspruch – (Un-)Doing linguistic and cultural differences
Sprachliche Praktiken in der Migrationsgesellschaft
2026, Beiträge zur Soziokulturellen Theorie der Sprachaneignung, Band 3, 380 Seiten, broschiert, 39,90 €, ISBN 978-3-8188-0076-5
Mehrsprachigkeit wird gleichermaßen gefeiert, problematisiert, gefördert, gefordert und zu verhindern versucht. Sie gilt als Ziel von Bildung, als Übergang zu Einsprachigkeit, als Problem wie auch als Ressource – je nach Kontext, Kombination der Sprachen oder sprachlichen Varietäten und abhängig von deren jeweils zugeschriebenem Prestige. Trotz der Tatsache, dass Mehrsprachigkeit weltweit den Normalfall darstellt, wird von Monolingualität ausgehend von einer nationalstaatlichen Sicht auf Sprache(n) nicht nur in gesellschaftspolitischen Debatten und Bildungsdiskursen, sondern auch in der Forschung oft noch als Norm ausgegangen. Die Texte in diesem Sammelband setzen sich aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven mit der Frage auseinander, wie sprachliche und kulturelle Heterogenität durch (sprachliche) Praktiken hergestellt, aufrechterhalten, zugeschrieben, verdeckt oder verunmöglicht wird, und nehmen dabei insbesondere Widersprüchlichkeiten in den Blick.