Die Entwicklung des Zugehörigkeitsgefühls von Working-class-Studierenden an der Universität
Dez 2025

Sabine Weiß

Die Entwicklung des Zugehörigkeitsgefühls von Working-class-Studierenden an der Universität

2026, Beiträge zur Bildungsforschung, Band 14, 174 Seiten, broschiert, 29,90 €, ISBN 978-3-8309-4984-8

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Dieser Band befasst sich mit der Entwicklung des Zugehörigkeitsgefühls von Working-class-Studierenden in Österreich, wo nach wie vor von Bildungsvererbung gesprochen wird.

Um Mechanismen und Strukturen, die zu Exklusion/Inklusion führen, explorieren zu können, orientiert sich die Studie wissenschaftstheoretisch am Forschungsparadigma Pierre Bourdieus, das sich in Kombination mit der Constructivist Grounded Theory dazu eignet, das Konzept theoretisch zu erweitern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Working-class-Studierende an österreichischen Universitäten ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickelten.

Grundlage der Studie sind neunzehn problemzentrierte Interviews mit Working-class-Studierenden in unterschiedlichen Studienphasen. Die Ergebnisse zeigen eine ambivalente Wahrnehmung von Zugehörigkeit zur Campus-Gemeinschaft. Zu Studienbeginn besteht ein starkes Bedürfnis nach Zugehörigkeit; soziale Beziehungen zu Peers und Hochschulpersonal erleichtern die Anpassung, aber auch die Universität ist in der Pflicht, etwa durch Onboarding-Programme. Insgesamt wird deutlich: Der Habitus von Studierenden aus der Arbeiterklasse ist vielschichtig und erfordert gezielte Förderung zur Entwicklung von Zugehörigkeit.