Susanne GielSusanne MäderHannah Pütz

Partizipative Erstellung von Wirkungsmodellen

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104601
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.02.05

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Abstract

Wirkungsmodelle und Programmtheorien haben sich in der deutschsprachigen Evaluation zunehmend zu einem zentralen Werkzeug entwickelt. In der Diskussion wird bislang weniger reflektiert, welche Gestaltungs- und Entscheidungsmacht verschiedenen Beteiligtengruppen bei der Erstellung eines Wirkungsmodells zukommt: In welchem Maße bestimmen die verschiedenen Gruppen über die Inhalte des Wirkungsmodells mit? Wer entscheidet darüber, welche Wirkungsverbindungen oder Wirkungsmechanismen Eingang in das Modell finden? Anhand von zwei Evaluationen aus dem Bereich der Gesundheitsförderung wird im Beitrag systematisch betrachtet, welche Funktionen die Wirkungsmodelle in den jeweiligen Evaluationen haben und welche Akteur*innen in welcher Form und bis zu welcher Partizipationsstufe einbezogen werden. Dabei werden auch die Chancen und Grenzen einer partizipativen Vorgehensweise bei der Erstellung von Wirkungsmodellen reflektiert. Für die Analyse orientieren wir uns an den im Rahmen der partizipativen Gesundheitsforschung entwickelten Stufen der Partizipation. Die dort ausgearbeiteten Prämissen und Konzepte einer partizipativen Forschung können für die nähere Betrachtung und Ausgestaltung der Erstellung von Wirkungsmodellen in der Evaluation anregende Impulse liefern.

Schlagworte
Partizipation, partizipative Forschung, Gesundheitsförderung