Karl-Heinz ArnoldCarola Lindner-Müller

Die Entwicklung der Kreativität im Grundschulalter: Zur Kreativitätsmessung im PERLE-Projekt

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102695

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Abstract

Soziale Kompetenz gilt als zentrales Ziel und Wirkung sowohl familiärer als auch schulischer Erziehung sowie der Einflüsse von Peer-Interaktionen in der Freizeit. Da soziale Kompetenz vermutlich primär durch Beobachtungslernen erworben wird, müssen die für Kinder bzw. Schüler verfügbaren signifikanten Modellpersonen (Eltern, Lehrkräfte) gleichfalls über erhebliche soziale Fähigkeiten verfügen. Die Entwicklung von Instrumenten zur Erfassung sozialer Kompetenz stellt den Ausgangspunkt dar, um sowohl Entwicklungsmerkmale sozialer Kompetenz als auch Effekte sozialer Fähigkeiten auf schulfachliche Bildung untersuchen zu können. Im Editorial dieses Themenheftes werden zwei grundlegende Problemkreise diskutiert. Zunächst geht es um die Frage, wie ein solch breites Konstrukt definiert (Herrmann, 1976) und entsprechende Definitionen empirisch geprüft werden können. Diese Frage untersucht folgende Aspekte: Multidimensionalität des Konstrukts, Bezugnahme zu Persönlichkeitskonstrukten, entwicklungsbedingter Konstruktwandel, kulturelle Kontextgebundenheit und die Konstruktbearbeitung aus verschiedenen Perspektiven (z. B. klinische vs. nicht-klinische Perspektive. Der zweite Teil erörtert die Herausforderungen an die Empirie, die sich auf die instrumentelle Erfassung sozialer Kompetenz (z. B. Verhaltenseinschätzung vs. -beobachtung), das Maximierungs- vs. Minimisierungsdilemma auf Itemebene, die Analyse numerischer vs. faktenbasierter Varianz sowie den Mangel an Ebene-II-Untersuchungseinheiten im Mehrebenendesign beziehen.

Schlagworte
Soziale Kompetenz; Validität; Untersuchungspläne