Ulrich Klemm

Erwachsenenbildung zwischen Globalisierung und
Regionalisierung

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART100926

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Abstract

Zusammenfassung:
Die Erwachsenenbildung der Neuzeit hat ihren Ursprung in
gesellschaftlichen Spannungsfeldern und reagiert weitaus sensibler als andere pädagogische Subsysteme auf Transformationsprozesse. In diesem Sinne sieht sich Erwachsenenbildung derzeit vor neuen Herausforderungen, Bedarfen und Risiken angesichts dynamischer Regionalisierung- und Globalisierungsprozesse. Ihre Leitstrategien, welche sich in den letzten Jahren zu einem globalen, bürgerschaftlichen und regionalen Lernen ausdifferenziert und operationalisiert haben, sind dabei seit den 1970er Jahren das lebenslange und selbstgesteuerte
Lernen. In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, welche Konsequenzen diese Veränderungen für die Institutionen der Erwachsenenbildung haben. Die Kernfrage ist, wie die traditionellen Einrichtungen die Schnittstelle zu den neuen Lernkulturen des selbstgesteuerten und beiläufigen Lernens bewältigen können.

Abstract:
In modern times adult education has its origin in social areas
of conflict and responds more sensitive to transformation processes than other pedagogical subsystems. In that way, adult education is confronted with new challenges, requirements and risks due to dynamic regionalisation and globalisation processes. Since the 1970s the strategic direction thereby was lifelong learning and self-directed learning which both diff erenciated and operationalised in the last years to more global, civic and regional learning. This article thereby follows up on the question which consequences these changes have for the institutions of adult education. The crucial question is how the traditional institutions can master being the interface to the new learning cultures of self-directed learning and incidental learning.