Samuel GreiffAndreas Fischer

Die Messung des komplexen Problemlösens: Eine bildungswissenschaftliche Anwendung psychologischer Theorien

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Abstract

Komplexes Problemlösen hat in den vergangenen Jahren als zentrales Thema in international vergleichenden Bildungsstudien wie dem Programme for International Student Assessment (PISA) oder dem Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) vermehrt an Bedeutung gewonnen. Demgegenüber steht eine gewisse Vernachlässigung theoretischer Bezüge sowie einer akzeptablen Reliabilität bestehender Messinstrumente. Dieser Artikel fasst relevante Theorien des komplexen Problemlösens zusammen und zeigt deren Potential im Rahmen eines rationalen Testkonstruktionsprozesses. Dabei werden neben dem funktionalistischen Ansatz, der die Bedeutung kognitiver Prozesse hervorhebt, handlungstheoretische Ansätze mit ihrem Fokus auf separaten Handlungsphasen vorgestellt und in ihren Bezügen zu komplexem Problemlösen diskutiert. Als Beispiel, wie ein reliables und valides Messinstrument vor dem Hintergrund dieser Theorien entwickelt werden könnte, wird das Testverfahren MicroDYN und dessen Entwicklung vorgestellt, das zugleich die Operationalisierung komplexen Problemlösens für PISA 2012 darstellt.

Schlagworte
Komplexes Problemlösen; Funktionalismus; Handlungstheorie; Operative Intelligenz

APA-Zitation
Fischer, A. & Greiff, S. (2013). Measuring Complex Problem Solving: An educational application of psychological theories. Journal for Educational Research Online (JERO), 5 (1), 38-58. Retrieved from https://www.waxmann.com/artikelART102714