Annika Witte

Das Deutschlandbild mexikanischer Studierender

Eine empirische Untersuchung

2014,  Internationale Hochschulschriften,  Band 604,  338  Seiten,  broschiert,  34,90 €,  ISBN 978-3-8309-3024-2

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Während Deutsche nicht selten mit ihrer nationalen Identität hadern, gestaltet sich das Deutschlandbild im Ausland mitunter sehr viel positiver. Wie sieht dies konkret in Mexiko aus? Was denken mexikanische Studierende über Deutschland, die deutsche Bevölkerung und die deutsche Sprache? Inwiefern spielt es eine Rolle, ob sie einen Bezug zu Deutschland haben oder nicht?

Diesen Fragen geht die Autorin in dieser empirischen Studie nach. Auf der Basis einer Fragebogenuntersuchung sowie qualitativer Interviews am Fremdsprachenzentrum der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) und am Goethe-Institut in Mexiko-Stadt sowie mit mexikanischen DAAD-Stipendiaten in Deutschland analysiert sie die Einstellungen zu den drei genannten Objekten und stellt sie in Zusammenhang mit den Einflussfaktoren DaF-Unterricht und Deutschlandaufenthalt.

Anhand zahlreicher konkreter Beispiele kommen die Befragten zu Wort und vermitteln auf diese Weise sehr anschaulich positive und kritische Aspekte im Rahmen der „Herausforderung Deutschland“.

Autoreninfo

Annika Witte, Jg. 1979, Magisterstudium der Deutschen und Romanischen Philologie sowie Psychologie in Heidelberg und Münster; 2007 Abschluss des Ergänzungsstudienganges „Zertifikat Deutsch als Fremdsprache“ sowie mehrjährige Tätigkeit als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache an verschiedenen öffentlichen und privaten Einrichtungen; 2013 Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Pressestimmen

Insgesamt lässt sich sagen, dass Wittes Monographie einen wichtigen Beitrag zur kulturspezifischen Stereotypenforschung leistet. Mittels Methodentriangulation nähert sie sich dem Deutschlandbild mexikanischer Studierender von unterschiedlichen Seiten an. Obwohl im theoretischen Teil einige Fragen offen bleiben, ermöglicht die detaillierte Darstellung zahlreicher Themenfelder eine Einsicht in die Komplexität von Nationenbildern und lädt zu noch stärker fokussierter Erforschung dieses Gegenstandes ein, denn die Identifikation von Einflussfaktoren und deren Relevanz ist notwendige Bedingung für mögliche Interventionen.
Wolfgang Zippel auf: daz-portal.de

Das Buch von Annika Witte ist sehr lesenswert. [...] Seine Lektüre ist vor allem empfehlenswert, wenn man sich für kontrastive Ansätze der interkulturellen Kommunikation interessiert. Man erfährt viel über Stereotype und Kulturstandards in Mexiko und Deutschland. Durch die Interviews werden Einstellungen deutlich, die durch eine reine Fragebogenbefragung nicht erfasst werden könnten. [...] das Buch [...] eignet sich durchaus auch für Einsteiger in das weite Feld der interkulturellen Kommunikation.
Olaf Lenders in: Fremdsprachen und Hochschule, 88/2015

Wittes Untersuchung liefert interessante, teils auch amüsante Einblicke in das Deutschlandbild mexikanischer Studierender. Die Befragten vermitteln positive und kritische Aspekte zu Deutschland, daher bildet die empirische Untersuchung gerade für den DaF-Unterricht gewinnbringende Anknüpfungspunkte, aber auch für andere Disziplinen, wie beispielsweise die Geschichtsdidaktik oder die Kommunikationswissenschaft, bietet sich ein Mehrwert durch die Lektüre des Buches. Die Studie ist damit nicht nur an DaF-Lehrende gerichtet, sondern an alle Gruppen, die sich mit Nationenbildern und deren Vermittlung beschäftigen.
Dominik Herzner in: InfoDaF, 2-3/2016

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