Die Entwicklung intuitiven physikalischen Denkens im Kulturvergleich

Katja Bödeker

Die Entwicklung intuitiven physikalischen Denkens im Kulturvergleich

2009,  Internationale Hochschulschriften,  Band 464,  432  pages,  E-Book (PDF),  im Schuber,  27,90 €,  ISBN 978-3-8309-6668-5

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Stellen intuitive Konzepte von Bewegung, Kraft, Leben und Gewicht Universalien da oder unterliegt ihre Entwicklung kulturspezifischen Einflüssen, die sich in Gehalt und Struktur dieser Begriffe niederschlagen?

Diese Studie vergleicht intuitive physikalische Konzepte von deutschen Schülern mit denen von Kindern und Erwachsenen aus Papua-Neuguinea. Im Zentrum steht die Frage, ob Veränderungen des intuitiven physikalischen Wissens in der kognitiven Entwicklung, die bislang vorwiegend bei amerikanischen und europäischen Schülern beschrieben wurden, auch in einer Kultur auftreten, in der einige der zu untersuchenden Konzepte nicht in gleicher Weise verankert sind wie in westlichen Kulturen. Durch eine enge Verschränkung von entwicklungs- und kulturpsychologischer Methode wird versucht, diejenigen Faktoren zu bestimmen, die bei der Bildung intuitiven physikalischen Wissens wirksam sind.

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Katja Bödeker studierte Psychologie und Philosophie an der Freien Universität in Berlin. Seit 1998 Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in einem Projekt zur Geschichte der Mechanik. Seit 2004 Mitarbeiterin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Charité in Berlin.