Heterogene Inklusivität, inklusive Heterogenität

Florian Kiuppis

Heterogene Inklusivität, inklusive Heterogenität

Fallstudie über den Bedeutungswandel imaginierter pädagogischer Konzepte im Kontext Internationaler Organisationen

2014,  Internationale Hochschulschriften,  Band 609,  244  pages,  paperback,  29,90 €,  ISBN 978-3-8309-3092-1

back to overview

Seit der Weltkonferenz mit dem Titel „Pädagogik für besondere Bedürfnisse:
Zugang und Qualität“ im Jahr 1994 in Salamanca vollzogen sich in internationalen bildungspolitischen Diskursen diverse Wandlungen der Bedeutung sowohl des Leitprinzips der Inklusion als auch des Konzepts der
inklusiven Pädagogik.

Im Zentrum dieses Buches steht die im Zusammenhang von Bildung und Kultur wichtigste Internationale Regierungsorganisation, die UNESCO. Es werden die Fragen behandelt, warum, wie und wann es im Rahmen der Nachbereitung der Weltkonferenz vor zwanzig Jahren zur Veränderung des Verständnisses verwandter Sachverhalte und der thematischen Schwerpunktsetzung der UNESCO kam.

Die Fallstudie schließt an eine zeitgenössische Forschungsrichtung in der vergleichend-historischen Bildungsforschung an, die sich Internationale Organisationen als Analyseeinheiten wählt und für die auf die Mikro-Ebene der Binnenstrukturen von Akteuren abzielende Analyse eine intern-differenzierende Perspektive einnimmt. Als theoretischer Bezugsrahmen werden Analysemittel aus der neo-institutionalistischen Organisationsforschung herangezogen. Als Quellenbasis dienen Dokumente aus den einschlägigen Bibliotheks- und Archivbeständen der UNESCO in Paris, die inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.

press

die Studie [ist] für einschlägig Interessierte eine Fundgrube und könnte auch selektiv gelesen werden, je nachdem, ob der Interessenschwerpunkt auf der Frage von Integration/ Inklusion oder der Funktionsweise von internationalen Regierungsorganisationen liegt. Der methodische Aspekt, wie eine Dokumentenanalyse aussehen (Fleißarbeit!) und was man inhaltsanalytisch herausfinden kann, kann ebenfalls eine Lesart sein.
Ute Straub auf socialnet.de