Personale Voraussetzungen von Grundschullehramts­studierenden

Frank Foerster

Personale Voraussetzungen von Grundschullehramts­studierenden

Eine Untersuchung zur prognostischen Relevanz von Persönlichkeitsmerkmalen für den Studien- und Berufserfolg

2008,  Internationale Hochschulschriften,  Band 515,  250  pages,  E-Book (PDF),  26,90 €,  ISBN 978-3-8309-7063-7

back to overview

Die Frage, welche Relevanz den ins Lehramtsstudium mitgebrachten Persönlichkeitsmerkmalen für den Erfolg im Lehrerstudium und -beruf zukommt, ist gegenwärtig umstritten. Die vorliegende Untersuchung unternimmt zunächst eine kritische Bestandsaufnahme empirischer Studien zum Zusammenhang von Persönlichkeitsmerkmalen und Kriterien des akademischen und beruflichen Erfolgs von Lehrerinnen und Lehrern.

Auf Basis der Auswertung der internationalen Literatur wird in einer explorativen Studie eine Stichprobe von Studierenden des Lehramts an Grundschulen hinsichtlich ihrer personalen Voraussetzungen überprüft. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass etwa die Hälfte der Studienanfänger/-innen sehr günstige Voraussetzungen in den allgemeinen Persönlichkeitsmerkmalen der "Big Five" und motivational-volitiven Charakteristika wie Selbstwirksamkeitserwartung, Motive und Interessen aufweist. Bei einem Teil der Studierenden finden sich dagegen Anzeichen für ein Auftreten bzw. eine Häufung potentiell problematischer Voraussetzungen. Eine Latent-Class-Analyse ermittelt bei knapp einem Fünftel der Studienanfänger/-innen eine Kombination ungünstiger Voraussetzungen in den personalen Merkmalen. Das Profil der "Desinteressiert-Erschöpften" zeigt eine Verbindung aus niedrigem fachspezifischen Interesse, hoher emotionaler Labilität, niedriger Selbstwirksamkeitserwartung und hoher Unsicherheit in Hinblick auf die Wahl des "passenden" Studiums. Ausgehend vom Itemprofil kann von einer Risikogruppe für die Aufnahme eines Studiums mit dem Ziel „Grundschullehrer/-in" gesprochen werden.

press

Eine gut nachvollziehbare Studie, die der weiteren Entwicklung Transparenz und Orientierung geben kann.
Jörg Schlömerkemper in: Pädagogik, 6. 2009.