Entwicklung fördern durch Musik

Christine Plahl

Entwicklung fördern durch Musik

Evaluation musiktherapeutischer Behandlung

2000,  Musik als Medium,  Band 3,  258  pages,  paperback,  29,90 €,  ISBN 978-3-89325-907-6

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Musik birgt ein kommunikatives Potential, das seit jeher therapeutisch genutzt wird. Besonders für Menschen mit eingeschränkten sprachlichen Fähigkeiten eröffnet das Medium Musik in der musiktherapeutischen Anwendung neue Ausdrucks- und Kommunikationsmöglichkeiten.

Diese entwicklungsfördernde Wirkung untersucht die Autorin im Rahmen einer klinischen Evaluationsstudie zur Behandlung mehrfach behinderter Kinder mit Orff-Musiktherapie. Dabei gelingt es ihr durch eine innovative Forschungsmethodik erstmals, die Wirkzusammenhänge musiktherapeutischer Behandlung mikroanalytisch aufzuzeigen und empirisch nachzuweisen. Das von der Autorin entwickelte Modell verbindet Wirkprinzipien musiktherapeutischen Vorgehens mit entwicklungspsychologischen Erklärungsansätzen und eröffnet so neue Perspektiven für musiktherapeutische Forschung und Praxis.

press

Als berufserfahrene Diplom-Psychologin und Musiktherapeutin [...] leistet Christine Plahl mit dieser Studie einen wichtigen Beitrag zur Anerkennung der Musiktherapie als Behandlungsmethode bei Kindern mit schwersten Behinderungen.
Aus: Musiktherapeutische Umschau.

Christine Plahl - mittlerweile Professorin für Psychologie an einer Fachhochschule - hat in ihrer langjährigen praktischen Erfahrung in der Arbeit mit mehrfachbehinderten, blinden Kindern einen musiktherapeutischen Ansatz, die Orff-Musiktherapie, angewendet und erlebt, wie musikalische Aktivitäten den kommunikativen Austausch mit behinderten Kindern erweitern und intensivieren können. [...] Das vorgelegte Buch ist jedoch nicht nur mit Blick auf die Evaluation musiktherapeutischer Arbeit ein Meilenstein, indem es die Behandlungsform auf entwicklungspsychologische Modelle bezieht und mit quantitativen empirischen Daten ihre Wirksamkeit belegt. Darüber hinaus hat die vorgelegte Arbeit Modellcharakter für die Frage, wie eine Evaluation von Ansätzen zur Entwicklungsförderung behinderter Kinder angelegt werden sollte. [...] Anlage und Darstellung der Untersuchung verdienen größte Anerkennung und sollten zum Vorbild genommen werden für weitere Evaluationsstudien in den verschiedenen Formen der Entwicklungsförderung behinderter Kinder.
Aus: Heilpädagogische Forschung, Band XXVII, Heft 1, 2001, S. 55-56.