Julia Warmdt
Individuelle kognitive Aktivierung beim Digital Storytelling im inklusiven Grundschulunterricht
Eine Videostudie mit Schüler:innen mit und ohne Schwerpunkt Geistige Entwicklung
2026,
Empirische Erziehungswissenschaft,
Band 90,
320 pages,
paperback,
39,90 €,
ISBN 978-3-8188-0197-7
.doi: https://doi.org/10.31244/9783818851972
Kognitive Aktivierung gilt als zentrales Unterrichtsqualitätsmerkmal, das bislang überwiegend auf Klassenebene untersucht wird. Im Kontext von Inklusion und Digitalität gewinnt ein individueller Blick auf das vertiefte Nachdenken der heterogenen Schüler:innenschaft in digitalen Unterrichtssituationen an Bedeutung. Ziel der Studie ist es, individuell kognitiv aktivierende Lehr-Lernsituationen im inklusiv-digitalen Grundschulunterricht zu beschreiben. Grundlage bildet eine mehrperspektivische, mikroanalytische Videostudie zum Digital Storytelling von Schüler:innen mit und ohne sonderpädagogischen Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Zur Annäherung an das Konstrukt wurde mittels qualitativer Inhaltsanalyse ein Kategoriensystem in einem iterativen und konsensuellen Prozess auf Basis beobachtbarer Aspekte entwickelt (z. B. fokussierter Blick). Die Analysen zeigen Unterschiede in der kognitiven Aktivierung zwischen den Schüler:innen und unterstreichen die Bedeutung eines individuellen Blicks für die Unterrichtsqualitätsforschung in inklusiven und digitalen Lehr-Lernsituationen.