Braucht Antisemitismusprävention empirische Forschung?
Mar 2026

Reinhold BoschkiFahimah UlfatFriedrich Schweitzer (Editor)
Unter Mitarbeit von Rebecca Miriam Humpert

Braucht Antisemitismusprävention empirische Forschung?

Perspektiven für Bildung und Religionspädagogik

2026, 170 pages, paperback, 32,90 €, ISBN 978-3-8188-0124-3

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Es gibt zwar vermehrt Versuche, antisemitismuskritische Bildung durch
Verlautbarungen und Programme zu stärken, aber weithin fehlt es an
Studien, die Wirksamkeit entsprechender Bemühungen empirisch auf die
Probe zu stellen. Gleichzeitig kann nicht davon ausgegangen werden, dass
sich die erwünschten Wirkungen tatsächlich einstellen, und ohne
empirische Befunde lässt sich auch kaum abschätzen, welche Maßnahmen
wirklich Erfolg versprechen und welche im Extrem vielleicht sogar
gegenteilige Folgen haben.
Der Band nimmt die aktuelle Debatte zu Formen von
Antisemitismusprävention als Querschnittsaufgabe schulischer Bildung
auf und fragt nach Möglichkeiten, die Wirksamkeit präventiver
Maßnahmen gegen Judenfeindlichkeit in der Schule allgemein sowie
speziell im Religionsunterricht (islamisch, evangelisch, katholisch)
sowie anderer Schulfächer oder Projekte empirisch zu erfassen und auf
diese Weise zu stärken.
Die Beiträge verbinden erziehungs- und bildungswissenschaftliche,
sozialwissenschaftliche, psychologische, theologische und
religionspädagogische Perspektiven. Sie diskutieren methodische
Zugänge, Qualitätskriterien und Forschungsdesigns zur Untersuchung von
Wirksamkeit und fragen nach den Potenzialen religiöser und
interreligiöser Bildung im Umgang mit Antisemitismus.