Christine NyiramanaEmmanuel Niyibizi

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104330
.doi: https://doi.org/10.31244/zep.2020.04.05

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Abstract

Im Jahr 2017 hat die Jubiläumsfeier „500 Jahre Reformation“ die Gründung eines internationalen Netzwerks protestantischer Einrichtungen unter dem Namen GPENreformation vorangetrieben. Dieses Netzwerk umfasst derzeitig mehr als 46.000 Schulen und Universitäten aus der ganzen Welt, von denen mehr als die Hälfte dem afrikanischen Kontinent angehören. Diese Einrichtungen beteiligen sich an verschiedenen Bildungsaktivitäten, die einen Erfahrungsaustausch − z. B. über kurz-oder langfristige globale Lernprojekte2 − ermöglichen. Der Artikel nimmt die Anregungen in den Blick, die protestantische Pädagog/-innen im Globalen Süden aus GPENreformation mitgenommen haben: Methodisch wurde mit einem qualitativen Forschungsansatz mit Hilfe halbstrukturierter Interviews und Inhaltsanalyse gearbeitet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Teilnehmenden das Netzwerk als einen offenen Raum und Dialog zwischen Schulen im globalen Süden und Norden spezifizieren. Zudem hat das Netzwerk zum Perspektivenwechsel von einem engeren Nationenbezug zu offeneren internationalen Perspektiven beigetragen. Die GPENreformation hat sich darüber hinaus auch auf die Gestaltung regionaler Netzwerke ausgewirkt, die zur friedensbildenden Aktionen und Wertebildung im globalen Süden beitragen. Jedoch sollten die Ungleichheit der schulischen Ressourcen und ein asymmetrisches Verständnis von Partnerschaften im Kontext von GPENreformation reflektiert werden.

Schlagworte
Entwicklungspädagogik, Globales Lernen, Bildungsungleichheit, Bildungsqualität, Schulznetzwerke