Janne von SeggernMandy Singer-Brodowski

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104329
.doi: https://doi.org/10.31244/zep.2020.04.04

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Abstract

Die Umsetzung globaler bildungspolitischer Programme wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) unterscheidet sich im Vergleich nationaler Strategien. In Deutschland ist der Transfer von BNE durch einen staatlich koordinierten Multiakteursprozess mit Beteiligung von Verwaltungsvertreter/-innen, zivilgesellschaftlichen und bildungspraktischen Akteur/-innen, Wissenschaftler/-innen etc. gekennzeichnet. Basierend auf fünf Fokusgruppendiskussionen wurde die Handlungskoordination dieser Akteur/-innen untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass die interaktive Praxis der Akteur/-innen, die den Umsetzungsprozess von Policy Prozessen beeinflusst, stark durch bildungsbereichsspezifische Strukturen und Dynamiken geprägt ist. In unserer Analyse kommen wir so zu dem Schluss, dass BNE-Governance mehr ist als eine Frage nationaler oder regionaler Strukturen: Es ist vielmehr ein Verständnis der Strukturen und Kulturen der einzelnen Bildungsbereiche, die ein Wissen für zukünftige Policy-Strategien der BNE-Verankerung beisteuern kann.

Schlagworte
BNE, Educational Governance, Handlungs-koordination, Kontextualisierung von Bildungspolitik