Benedikt Korf

Corona: Kritik in der Krise

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104317
.doi: https://doi.org/10.31244/zep.2020.03.07

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Abstract

Bewaffnete Konflikte führen zu Vertreibung einer großen Anzahl von Menschen. Die Sicherstellung von Bildungsmöglichkeiten in humanitären Notsituationen und für flüchtende Menschen hat in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit erfahren. Dabei wurde eine spezifische Gruppe vernachlässigt: Binnenvertriebene. Dieser Artikel zeigt, dass diese mangelnde Berücksichtigung problematisch ist, da Binnenvertriebene die größte Anzahl aller Vertriebenen darstellen. Der Artikel diskutiert zuerst die negativen Auswirkungen von Vertreibung auf Bildungsangebote und -möglichkeiten und erläutert, warum die schnelle Bereitstellung von Bildungsmöglichkeiten für Binnenvertriebene wichtig ist. Ein Mangel an Daten steht dem jedoch im Weg. Der Artikel erläutert, warum grundlegende Daten zu Binnenvertriebenen für die Versorgung mit Bildungsangeboten in humanitären Notsituationen relevant sind. Abschließend analysiert er verschiedene Gründe für die unzureichende Datenlage. Mit dem Artikel ist auch das Ziel verbunden, das Forschungsfeld Bildung in Notsituationen stärker in den Fokus deutschsprachiger Diskussionen zu bringen. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Bildungssysteme unterstreichen die Wichtigkeit dieses Forschungsfeldes.

Schlagworte
Binnenvertriebene, humanitäre Notsituation