Thomas FenzlStella LemkePhilipp Mayring

Entwicklung und Erprobung eines Wirkmodells im Rahmen der Evaluation des baden-württembergischen Präventionskonzepts stark.stärker.WIR. (ssW)

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104599
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.02.03

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Abstract

Der Beitrag berichtet über zentrale Ergebnisse der Evaluation des Programms des Landes Baden-Württemberg zur Prävention und Gesundheitsförderung an Schulen. Der Einsatz eines differenzierten Wirkmodells ermöglichte die Verschränkung einer summativen Evaluationskomponente zur Einschätzung des Programmerfolgs mit den formativen Analysen zur Qualität der Implementierung des Programms und deren Optimierung. Im Prä-post-Vergleich wurden zu drei Messzeitpunkten ca. 2.000 Schüler(innen), 1.700 Eltern und 235 Lehrkräfte befragt sowie Einzelinterviews und Fokusgruppen in einem qualitativ-quantitativen Methodenkonzept eingesetzt. Es konnte gezeigt werden, dass in Folge von Präventionsmaßnahmen im Sinne des Wirkmodells eine Verbesserung des Klassenklimas und des Verbundenheitsgefühls der Schüler(innen) mit der Schule mit einer Reduktion von Gewalt einhergeht. Mit Hilfe des Wirkmodelles konnten auch genauere Analysen der Implementierungstreue des Programms durchgeführt sowie in der Praxis gut umsetzbare Optimierungsvorschläge abgeleitet werden. Das Wirkmodell wird bezüglich seines Einsatzes sowohl als Teil der Evaluationsmethodik als auch als Evaluationsprodukt diskutiert, das über seine Ausdifferenzierung im Laufe des Evaluationsprozesses entsteht.

Schlagworte
Wirkmodell und Programmtheorien, summative und formative Evaluation, Mixed Methods, Prävention und Gesundheitsförderung an Schulen