Wolfgang Meyer

Die Evaluation der Sustainable Development Goals zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104220
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.2020.02.02

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Abstract

Die von den Vereinten Nationen 2015 in ihrer Generalversammlung verabschiedete Agenda 2030 stellte nicht nur die Länder inhaltlich vor gewaltige Herausforderungen, sondern auch die Evaluationspraxis multinationaler und nationaler Organisationen. Dies geschieht in zweifacher Hinsicht: Erstens verlagert sich die Zuständigkeit für Evaluationen zunehmend von den Geberorganisationen auf die Partnerländer im globalen Süden, die für diese Aufgabe bisher weder konzeptionell noch fachlich ausreichend gut aufgestellt sind. Zweitens erhöhen sich durch die Ansprüche der Agenda 2030 und der in ihr formulierten Nachhaltigkeitsziele die Anforderungen an Wirkungsevaluationen, für die bisher nur in ersten Ansätzen Konzepte und Verfahren vorliegen und die kaum im Rahmen der gegenwärtigen Monitoring- und Evaluationssysteme einsetzbar sind. Der Beitrag gibt einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen bezüglich der drei zentralen Herausforderungen zur Systemintegration und -transformation sowie zur Inklusion aller Stakeholder und zur Entwicklung und Einbindung neuer Ansätze in die bestehenden Monitoring- und Evaluationssysteme.

Schlagworte
Nachhaltige Entwicklungsziele, Transition, Inklusion, System Thinking