Stefan Mathis-EdenhoferThomas PlatzMargot PetersSarah IvansitzGeorg SpielBirgit Senft

Nutzung von Routinedaten bei der Evaluation gesundheitsbezogener Maßnahmen

Ein Beispiel für Datentriangulation von projektbezogenen Evaluationsdaten und Routinedaten

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART103979
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.2020.01.04

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Abstract

Hintergrund: Eine sekundäre Datenauswertung ergänzt eine Primärstudie, die ein telemedizinisches Nachsorgeprogramm evaluiert. Die Sekundärstudie prüft die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Gesamtbevölkerung und bietet Einblicke in das Nutzenpotenzial von Routinedaten. Methode: Zur Evaluation einer webbasierten Rehabilitationsnachsorge (W-RENA) wurde eine kontrollierte zweiarmige prospektive Interventionsstudie (Interventionsgruppe n=63, Kontrollgruppe n=38) durchgeführt und die Machbarkeit einer Verschränkung mit einer Sekundärstudie (n=4.187) geprüft. Ergebnisse: Die Wiederaufnahmerate bei stationären psychiatrischen Krankenhausaufenthalten war im Ein-Jahres-Follow-Up in der Interventionsgruppe geringer als in der Kontrollgruppe. Diese Ergebnisse konnten anhand einer aus Routinedaten abgeleiteten Kontrollgruppe verifiziert werden. Zusätzlich erfolgten Subgruppenanalysen nach Geschlecht, Alter und Erkrankungsgruppe. Schlussfolgerungen: Die Studie zeigt, dass aus Routinedaten für eine externe Validierung geeignete Endpunkte abgeleitet werden können. Weiterführende Analysen sind durch datenschutzrechtliche, methodische und technische Herausforderungen eingeschränkt.

Schlagworte
Telemedizin, Routinedaten, psychiatrische Rehabilitation, Triangulation