Stefan JörissenNicole Rosenberger

Multiperspektivische Einzelfall-Evaluation zur Wirkung von organisationalen Schreibfortbildungen

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART103977
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.2020.01.02

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Abstract

Schreiben gehört in zahlreichen Berufsfeldern zum Anforderungsprofil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die entsprechenden, oft sehr spezifischen Kompetenzen werden in der Berufsausbildung oder im Studium indes meist nicht vermittelt. Unternehmen, Behörden und weitere Organisationen bieten ihrer Belegschaft deshalb oft interne Schreibfortbildungen an. Die Wirkung solcher Fortbildungsmaßnahmen ist allerdings – nicht nur, aber auch im Bereich des Schreibens – kaum erforscht. Im Rahmen der hier vorgestellten Einzelfall-Evaluation wurde eine mehrjährige Inhouse-Schreibfortbildung multiperspektivisch untersucht. Als Methoden kamen u.a. schriftliche Befragungen, Fokusgruppeninterviews mit Kursteilnehmenden, eine Textanalyse und Interviews mit typischen Leser(inne)n zur Anwendung. Die Evaluation zeigt, dass die regelmäßige, teamzentrierte Fortbildung vor allem positive Auswirkungen auf die individuellen und kooperativen Schreibprozesse hatte. Zudem konnte ein positiver Effekt auf die Kooperationsbereitschaft und die Identifikation mit dem Team festgestellt werden. Nicht nachgewiesen werden konnten hingegen Auswirkungen auf die Qualität der Texte einzelner Autor(inn)en.

Schlagworte
Multiperspektivische Evaluation, innerbetriebliche Weiterbildung, Schreibfortbildung, Schreiben