Ina E. Rüber

Kontinuität und Wandel zivilgesellschaftlicher Partizipation im Erwachsenenalter: Eine Frage der Bildung und des Lernens?

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104308

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Abstract

Dieser Artikel untersucht den Zusammenhang zwischen Bildung und Lernen mit zivilgesellschaftlicher Partizipation (zP) im Erwachsenenalter. Fokussiert wird die Fragestellung inwieweit das Lernen Erwachsener einen Effekt auf die zP hat. Es werden formales, non-formales und informelles Lernen unterschieden. Anhand der Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) kann weiterhin zwischen wiederkehrender zP und der erstmaligen Aufnahme von zP unterschieden werden. Die Ergebnisse multinomialer logistischer Regressionsmodelle zeigen, dass wiederkehrende zP im Vergleich dazu nicht zu partizipieren mit Bildung, non-formalen und informellen Lernen wahrscheinlicher wird. Das zeigte bereits frühere Forschung. Die Modelle zeigen jedoch auch, dass die Aufnahme zP im Erwachsenenalter unabhängig von Bildung ist, aber mit informellen und insbesondere mit non-formalen Lernen wahrscheinlich wird. Einerseits stützen die Ergebnisse die Theorie der Kontinuität des Alterns; zP festigt sich bereits in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter durch ähnliche Einflüsse, die auch die Dispositionen zum Lernen im Erwachsenenalter prägen. Andererseits kann die Aufnahme von zP teilweise durch non-formales Lernen erklärt werden, denn es ermöglicht die Erweiterung sozialer Netzwerke, die entscheidend für die Aufnahme zP sind.

Schlagworte
Lernen Erwachsener; Bildung; Erwachsenenbildung; Zivilgesellschaftliche Partizipation; Freiwilliges Engagement