Ruben KleinkorresJustine StangNele McElvany

Eine Längsschnittanalyse der wechselseitigen Beziehungen zwischen schulischem Wohlbefinden und akademischer Leistung

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104171

freier Download

Abstract

Neben dem Kompetenzerwerb stellt Wohlbefinden ein wichtiges Bildungsziel dar und es konnte gezeigt werden, dass beide Variablen voneinander abhängen. Bis jetzt liegen allerdings im Wesentlichen Befunde aus Querschnittsstudien vor, sodass die Richtung des Zusammenhangs noch nicht vollständig geklärt ist. In der vorliegenden Studie wurden längsschnittliche Daten von Schülerinnen und Schülern der 5. bis zur 9. Klasse genutzt, die an der nationalen Bildungs panelstudie (NEPS) teilgenommen hatten. Untersucht wurden reziproke Zusammenhänge zwischen verschiedenen Facetten von Wohlbefinden (körperlich, kognitiv, emotional) und schulischer Leistung. Weiterhin wurden in Bezug auf diese reziproken Zusammenhänge Unterschiede zwischen Geschlechtern und Schulformen analysiert. Die Ergebnisse zeigten vor allem positive wechselseitige Beziehungen zwischen schulischer Leistung und verschiedenen Indikatoren des Wohlbefindens. Mehrgruppenmodelle ergaben jedoch keine Hinweise auf Unterschiede zwischen Geschlechtern oder Schulformen. Implikationen für Forschung und Bildungspraxis werden diskutiert.

Schlagworte
Cross-Lagged-Panel Analyse; Geschlecht; Leistung; Schulform; Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern