Manuela GamsjägerDaniela Wetzelhütter

Mitbestimmung von Schüler/innen in der Schule

Eine repräsentative Befragung österreichischer Schüler/innen der Sekundarstufe II

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART103913

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Abstract

Demokratische Schulentwicklung fordert eine selbstbestimmte Einflussnahme von Schüler/innen auf Entscheidungsprozesse, während der österreichische Bildungsauftrag eher Teilhabe und die Bereitstellung von Wissen in den Vordergrund stellt. Da Schüler/innen zugleich nur über marginale Mitbestimmungsrechte verfügen, obliegt die Ausgestaltung dieser Forderung den Schulen. Der Beitrag untersucht daher mittels repräsentativer Stichprobe, inwieweit Schüler/innen in Österreich demokratische Mitbestimmung ermöglicht und durch welche schul- und klassenspezifische Merkmale beeinflusst wird. Zudem wird analysiert inwieweit sich Mitbestimmungsangebote zwischen Schulen und Klassen unterscheiden. Die Ergebnisse bestätigen die vorangestellte Annahme, dass Schüler/innen in Österreich selten demokratische Mitbestimmung erfahren und Mitbestimmungsangebote nur partiell und unsystematisch gesetzt werden. Entsprechend gering ist die Zufriedenheit der Schüler/innen mit dieser Situation und ihre Bereitschaft, sich in der Schule zu engagieren. Zudem verweisen variierende Angebote zwischen Schulen und Klassen auf schulspezifisch beeinflussende Faktoren, weshalb die Befunde abschließend als Aufgabe von Schulentwicklung diskutiert werden.

Schlagworte
Schulentwicklung, Schüler/innen, Schülermitbestimmung, Mitbestimmung an Entscheidungsprozessen