Marcel Helbig

Geschlechtsspezifischer Bildungserfolg im Wandel

Eine Studie zum Schulverlauf von Mädchen und Jungen an allgemeinbildenden Schulen für die Geburtsjahrgänge 1944-1986 in Deutschland

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102718

freier Download

Abstract

Weltweit ist es zu einem Wandel im Bildungsbereich gekommen. Waren Jungen in den 1960er und 1970er Jahren bei der Erlangung von Bildungszertifikaten noch erfolgreicher als Mädchen, so stellt sich die Situation heute umgekehrt dar. Es gibt mittlerweile einige Studien, die diesen Wandanalysieren. Dabei konzentriert man sich jedoch allein auf das erworbene Bildungszertifikat. In diesem Beitrag analysiere ich den geschlechtstypischen Wandel beim Abitur in Deutschland anhand des gesamten Schulverlaufs. Mit den Daten der Lebensverlaufsstudien ALWA und NEPS analysiere ich den geschlechtstypischen Wandel des Gymnasialübergangs, der Aufstiege auf das Gymnasium, der Abstiege vom Gymnasium und die erfolgreiche Erlangung des Abiturs inner- und außerhalb des Gymnasiums für die Geburtsjahrgänge 1944 bis 1986. Dabei untersuche ich insbesondere den Einfluss der sozialen Herkunft. Insgesamt ergeben die Analysen, dass es im betrachteten Zeitraum bei den unterschiedlichen Etappen des Schulverlaufs zu unterschiedlichen Entwicklungen der geschlechtstypischen Unterschiede gekommen ist. Erst durch das Zusammenspiel der einzelnen Übergangspunkte kann man den geschlechtstypischen Wandel der Abiturquoten nachzeichnen. Hieraus ergeben sich einige Implikationen für die weitere Forschung.

Schlagworte
Geschlechterunterschiede; Schulverlauf; Wandel; Nationales Bildungspanel