Sabine Hornberg

Potential of the World Polity Approach and the Concept 'Transnational Educational Spaces' for the Analysis of New Developments in Education

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102627

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Abstract

Die Stanforder Forscher um John W. Meyer stehen für Arbeiten auf der theoretischen Folie des world polity Ansatzes, einer Variante der neo-institutionalistischen Organisationssoziologie. Im Zentrum der Beiträge stehen sozialtheoretische Forschungsfragen, die im Rahmen einer Makroperspektive und mit Rekurs auf empirische, weite historische und geographische Räume umfassende Daten bearbeitet werden. Im Folgenden werden empirische Befunde von Meyer et al. zu weltweiten Bildungsentwicklungen skizziert, ihre Forschungsperspektive, -interessen und -gegenstände sowie die grundlegenden theoretischen Prämissen des world polity Ansatzes umrissen. Das sodann verfolgte Argument lautet, dass der Rekurs auf den Nationalstaat als wirkungsmächtigstem Motor für weltweit isomorphe Entwicklungen und die Nichtberücksichtigung der ökonomischen Dimension in Erziehung und Bildung im Rahmen des world polity Ansatzes eine adäquate Konzeptualisierung und Analyse von neuen, im Zuge von Prozessen der Globalisierung und Internationalisierung aufkommenden Bildungsangeboten verhindert. Das Konzept transnationale Bildungsräume (Adick, 2005; Hornberg, in press) stellt eine Möglichkeit dar, diese Entwicklungen zu bearbeiten und wird vorgestellt. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick auf Perspektiven für erziehungswissenschaftliche Arbeiten und Forschungen mit Bezug auf den world polity Ansatz und das Konzept transnationale Bildungsräume.

Schlagworte
Globalisierung, world polity Ansatz, Transnationalisierung, transnationale Bildungsräume