Thomas GeisenZvi Bekerman

Politische und zivilgesellschaftliche Erziehung in marginalisierten Familien in der Migration: Neue Herausforderungen für die Erziehung in multikulturellen Gesellschaften

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104075
.doi: https://doi.org/10.31244/dds.2020.02.07

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Abstract

Globalisierung, weltweite Migration und die Verbreitung totalitärer Ideologien haben zu veränderten Auff assungen über Religion und Säkularität geführt. Während zuvor eine zivilgesellschaftlich-demokratisch orientierte Bildung säkulare Perspektiven im öffentlichen Raum unterstützte, zugleich aber religiösen Glaubensvorstellungen und Praxen Respekt entgegenbrachte, nimmt aktuell die Präsenz des Religiösen in den politisch-gesellschaftlichen Diskursen zu. Es stellen sich neue Fragen hinsichtlich des Einfl usses und der Folgen dieser Entwicklung für Bildung und Gesellschaft . Zwar ist das Interesse an dieser Thematik gestiegen, allerdings gilt dies noch nicht für die Forschung. Es fehlen insbesondere Studien zur Bedeutung von Religion in Zusammenhang mit zivilgesellschaftlicher Bildung für Familien in der Migration und Familien in der Minderheitensituation. Im vorliegenden Beitrag zeigen wir, warum die Familie für das Verständnis religiöser und zivilgesellschaft licher Bildung wichtig ist, und diskutieren dies bezogen auf marginalisierte Familien. Deutlich wird der Bedarf an Studien, die Familie im Kontext von Migration und Minderheitensituation als zentralen Faktor von Bildung fokussieren.

Schlagworte
Migration, Minderheiten, Familie, zivilgesellschaftliche Erziehung, religiöse Erziehung