Johanna OttoGötz BieberMartin Heinrich

Aktuelle Desiderata zum systematischen Wissenstransfer und zur Implementation

Einführender Diskussionsbeitrag zu Berichten über transferaffine Forschungsprojekte

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102957
.doi: https://doi.org/10.31244/dds.2019.03.05

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Abstract

Der Wunsch nach Wissenstransfer und Implementation von Innovationen, die im Schulsystem entwickelt werden und erfolgreich zum Einsatz kommen, wird seit vielen Jahren von unterschiedlichen Seiten geäußert, doch scheint eine Umsetzung äußerst störungsanfällig zu sein. Daher unternimmt der Beitrag den Versuch, unterschiedliche Problemfelder mit Blick auf die diversen Akteursgruppen im Schulsystem zu identifizieren, die den Transfer von Wissen und die Implementation erschweren. So werden etwa sowohl die fehlenden Anreizstrukturen, die eine Beschäftigung mit diesem Themenkomplex aus der Perspektive der Wissenschaft attraktiv machen könnten, als auch die teils mangelnde Passung der Handlungsmodi von Wissenschaft und Bildungspolitik, -administration und -praxis diskutiert. Auch wird die Frage nach der Finanzierung einer Transferforschung, die vor allem Tiefenwissen generieren und nicht in erster Linie öffentlichkeitswirksame Ergebnisse liefern soll, kritisch beleuchtet. Der Beitrag endet mit einer kurzen Einordnung der aktuellen Forschungsdesiderata und leitet über zu Berichten von Projekten, die den Transfer zum Gegenstand ihrer Forschung erklärt haben.

Schlagworte
Transfer, Akteursgruppen, Forschungsdesiderata, Schul- und Unterrichtsentwicklung