Bernd Zymek

Demografie, Schulentwicklung, Schulreform

Was wir dazu aus der deutschen Bildungsgeschichte wissen können

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104883
.doi: https://doi.org/10.31244/dds.2022.02.02

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Abstract

In dem Beitrag werden die Zusammenhänge von Bevölkerungs- und Schulentwicklung am Beispiel von ausgewählten Themen der deutschen Bildungs- und Sozialgeschichte skizziert: Die Bevölkerungsentwicklung umfasst verschiedene, oft langfristige und schwerbeeinflussbare Prozesse, wie z. B. Geburtenentwicklung, regionale Mobilität und Migration. Ihre Folgen werden jedoch erst in lokalen Kontexten konkret und führten wegen der großen regionalen Unterschiede zu einer spezifischen deutschen Schulentwicklungsstrategie. Bei der politischen Durchsetzung des „dreigliedrigen Schulsystems“ waren Prozesse der demografischen Expansion, bei der heute zu beobachtenden Auflösung des Systems sind Prozesse der demografischen Schrumpfung grundlegende strukturelle Rahmenbedingungen. Aber im historischen Prozess war die Schul- und Hochschulentwicklung nicht nur eine abhängige Größe demografischer Prozesse, sondern waren Bildungsprozesse ein treibender Faktor des demografischen Wandels.

Schlagworte
demografischer Wandel, historische Schulentwicklung, Schulreform, regionale Mobilität, Bildungsexpansion