Sterett H. MercerJoanna E. Cannon

Validität des automatisierten Learning Progress Assessments im geschriebenen Englisch für Schüler:innen mit Lernschwierigkeiten

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104836
.doi: https://doi.org/10.31244/jero.2022.01.03

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Abstract

Wir evaluierten die Validität eines automatischen Ansatzes des Learning Progress Assessments (aLPA) in geschriebener Sprache. Schüler:innen der Klassen 2 bis 12 (n = 105) mit Lernschwierigkeiten, die deren Eltern festgestellt hatten, nahmen an Nachhilfeunterricht, welcher von einer gemeinnützigen Organisation durchgeführt wurde, teil. Die Schüler:innen erstellten im Herbst und Frühjahr eines Schuljahres Schreibproben. Weiterhin nahmen einige Schüler:innen (n = 33) an einer standardisierten Schreibprüfung im Frühjahr teil. Die Schreibproben wurden mit aLPA, vier handkodierten Curriculum-Based Measures (WE-CBM) und hinsichtlich deren Schreibqualität ausgewertet. Unsere Ergebnisse zeigen, (a) aLPA- und WE-CBM-Werte korrelierten hoch mit der Bewertung der Schreibqualität, (b) aLPA- und die komplexeren WE-CBM-Werte zeigten akzeptable Korrelationen mit der standardisierten Rechtschreib- und Grammatikprüfung, jedoch nicht mit tatsächlicher Qualität, und (c) aLPA-Werte zeigten geringe, statistisch signifikante Verbesserungen von Herbst zu Frühjahr. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass aLPA als effiziente Methode zur Bewertung von Schreibproben verwendet werden kann und der aLPA-Wert als allgemeiner Schreibkompetenzindikator dienen kann. Automatische Bewertung im aLPA, dessen Validität mit der von WE-CBM vergleichbar ist, kann die Bewertung vereinfachen und damit ist es wahrscheinlicher, dass Lehrkräfte aLPA verwenden.

Schlagworte
Lernverlaufsdiagnostik, automatisiertes Learning Progress Assessment, geschriebenes Englisch, Schüler:innen mit Lernschwierigkeiten