Anna Deutschmann

Institutionalisierung und Transformation: Bildungs- und Lernprozesse in und von (Protest-)Bewegungen

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104691
.doi: https://doi.org/10.31244/zep.2021.03.02

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Abstract

Wie die derzeitige Corona-Pandemie verdeutlicht, zeichnen sich Krisenzeiten durch ihren spezifischen Charakter und die damit verbundene gesellschaftliche und politische Bearbeitung, durch eine besondere Dynamik, aus. Oft tritt auch verstärktes oder stärker sichtbares zivilgesellschaftliches Engagement auf, welches wiederum mit weiteren gesellschaftlichen Veränderungen einhergehen kann, wie beispielsweise Proteste oder Demonstrationen und die damit ausgelösten Anstöße zu politischen oder medialen Debatten. Die Akteur/-innen, wie derzeit zum Beispiel die Fridays-for-Future-Bewegung, sind für gezielten Wandel wichtig, aber auch organisationale Strukturen und der Kontext (Gelegenheitsstrukturen), die zivilgesellschaftliches Handeln (mit-)bestimmen. Welche Bedeutung haben soziale Bewegungen für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung und inwiefern können sie als gesellschaftliche und individuelle Lern- und Bildungsräume verstanden werden? In diesem Beitrag wird, in Anschluss an die Darstellung zentraler Theoriestränge sozialwissenschaftlicher Bewegungsforschung, illustriert, wie gesellschaftliche Transformation und Engagement auch als aufeinander bezogene Lern- und Bildungsprozesse in und von Bewegungen verstanden werden können. Dies wird anhand der Ökologiebewegung und der Fridays-for-Future-Bewegung aufgezeigt.

Schlagworte
Klimakrise, Fridays for Future, Bildungsprozesse, Lernräume, soziale Bewegungen