Hans-Jürgen KuhnMichael Voges

Blindflug beenden und stark aus der Krise kommen

Bildungschancen für Benachteiligte jetzt sichern!

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104485
.doi: https://doi.org/10.31244/dds.2021.02.08

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Abstract

Vor einem Jahr wurden Kitas und Schulen in Deutschland pandemiebedingt geschlossen. Nur in einigen Wochen im Sommer fand regelhafter Präsenzunterricht statt. Der stattdessen angebotene Fern-, Hybrid- und Wechselunterricht hat erhebliche Auswirkungen für Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern und Familien mit sich gebracht und hat zu Lernrückständen geführt; soziale Kontakte wurden reduziert und psychische und gesundheitliche Belastungen der an Schule direkt oder indirekt Beteiligten haben zugenommen. Die schon vor den coronabedingten Schulschließungen bestehenden Bildungsungerechtigkeiten haben sich pandemiebedingt weiter vergrößert. Damit sie nicht noch größer werden und sich auf lange Sicht weiter verfestigen, ist zügiges Handeln erforderlich. Im vorliegenden Beitrag werden zum einen gesicherte Erkenntnisse über die kognitiven, sozialen und psychischen Auswirkungen der pandemiebedingten Schulschließungen und zum anderen diagnosebasierte und wissenschaftlich fundierte Förderkonzepte sowie ein umfassendes Förderprogramm gefordert und zur Diskussion gestellt, um gestärkt die Pandemie überwinden zu können.

Schlagworte
Corona-Pandemie, Lernlücken, Kompetenzstände, Bund-Länder-Programm