Eveline Wittmann

Indikatorenentwicklung im Föderalstaat

Governancetheoretisch fundierte Analysen im Rahmen der kanadischen Bildungsberichterstattung

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Abstract

Der nationalen Bildungsberichterstattung wird die Funktion einer rationalen Kontrolle von politischem Steuerungshandeln zugeschrieben. Allerdings ist die Bildungsberichterstattung selbst Gegenstand politischer Aushandlungsprozesse an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik. Diese können die Qualität der Indikatorenentwicklung beeinträchtigen. Empirisch von Interesse ist die Frage nach der Ausgestaltung der Interdependenz, den resultierenden Beschränkungen für die Indikatorenentwicklung und den Strategien der berichterstattenden Einrichtungen zur Bewältigung der Interdependenz. Vor allem im Föderalstaat ist mit aus governancetheoretischer Perspektive interessierenden Handlungsrestriktionen für die Bericht erstattenden Einrichtungen bei der Indikatorenformulierung zu rechnen. Der vorliegende Beitrag analysiert anhand governancetheoretischer Kriterien die kanadische Bildungsberichterstattung, da diese wie die deutsche Bildungsberichterstattung in einem föderalen Bildungssystem angesiedelt ist. Die kanadischen Erfahrungen ermöglichen Hinweise darauf, wie mit den Problemen der Interdependenz im Föderalstaat umgegangen werden kann.

Schlagworte
Indikatorenentwicklung, Bildungsberichterstattung, Governance, Mehrebenensystem