Anne B. WiesbeckJohannes BauerMartin GartmeierClaudia KiesslingGrit E. MöllerGudrun KarstenMartin R. FischerManfred Prenzel

Simulierte Gespräche als Instrument zur Messung professioneller Gesprächsführungskompetenz in Lehrer-Eltern- und Arzt-Patienten-Gesprächen

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Abstract

Simulierte Gespräche mit trainierten Schauspielern sind eine performanzorientierte Methode zur Erfassung kommunikativer Kompetenzen. In der vorliegenden Studie analysierten wir die Reliabilität und Konstruktvalidität eines parallel entwickelten Assessments mit simulierten Gesprächen in einem domänenübergreifenden Setting: In Lehrer-Eltern- und Arzt-Patienten-Gesprächen. Dabei untersuchten wir drei Fragestellungen: (1) ob trainierte Beobachter eine hinreichende Interrater-Reliabilität bei der Einschätzung der Performanz der Teilnehmenden erzielen; (2) ob die Korrelationen zwischen den Ratings der Beobachter, der ein-gesetzten Schauspieler und der Selbsteinschätzung der Probanden ein erwartetes Muster aufweisen; und (3) ob sich vermutete Korrelationen zu externen Variablen (vorausgehende Kommunikationstrainings, Abiturnote, Studiensemester) nach-weisen lassen. Hierfür nahmen n = 72 Medizinstudierende und n = 96 Lehr-amtsstudierende an je zwei simulierten Gesprächen teil. Die Ergebnisse zeigten eine insgesamt zufriedenstellende Interrater-Reliabilität (ICC = 0.71). Zudem fielen die Korrelationen zwischen den verschiedenen Ratings und den Außenkriterien erwartungskonform aus. Diese Ergebnisse liefern Hinweise für die Reliabilität und Konstruktvalidität des entwickelten Assessments.

Schlagworte
Simulierte Gespräche; Assessment; Lehrerbildung; Medizinerausbildung; Kommunikationskompetenz